Aktfotografie …

oder die Kunst es Nackt falsch richtig zu machen.

Irgendwie ist Aktfotografie ja so etwas wie die Königsdisziplin, der heilige Gral, das große Ziel, der Traum oder schlicht eine gelungene Übung in Sachen Demut für jeden Hobby bzw. Amateurfotografen.

Für alle die jetzt sagen Puh warum schreibt der so viel … Die Bilder sind das Letzte Ähhh … ich meinen natürlich am Ende des Betrag!

Also nachdem die Kamera zu meinem ständigen Begleiter wurde und ich mich in der Peoplefotografie wohl fühle, ich tatsächlich erfolgreich einige, wenn auch wenige Hochzeiten (Ja die Paare reden noch mit mir und sind Glücklich mit den Ergebnissen), Konzerte, Taufen, Kinder und Paare ablichten durfte und so zumindest den Eindruck habe das ich nicht zu Doof bin den Auslöser auch ohne den GRÜNEN Modus zu finden also das ganz große Ziel:

Bewusst geplant echte Aktfotos im Studio zu machen, so ganz richtig wie die Profis!

(Jaja ich weiß … jetzt spinnt er, hat er doch schonmal gemacht, also so nackt Dinger, war ja nicht schwer und waren doch alle zufrieden damit … was will er also?)

Und als gewissenhafter Amateur habe ich natürlich so ziemlich alles gelesen, angesehen und als trocken Übung gemacht, bevor ich dann mal so einen Workshop gebucht habe. Ach ja, vorher natürlich sicherheitshalber – weil man sich ja nicht lächerlich machen will – noch ein einzel Coaching in Sachen Studiofotografie – man weiß ja nie ob man das mit den Blitzen, Reflektoren, Lichtformern und so wirklich kann.

Wie peinlich wäre das denn wenn das Model so ganz Hüllenlos da steht … und man kann das Zeug nicht bedienen!

Nun mal los –
mit vollem Elan (plus etwas Naivität und innerer Überheblichkeit).
Da stehe ich.
Die Kamera in der Hand
Habe alles im Kopf …
Ausser brauchbaren durchdachten Bildideen!
Erste Zweifel kommen auf ob der Plan wirklich gut war …

Also drehe ich den Kopf unauffällig und schaue ich in die Runde der anwesenden Glücksritter der Lichtmalerei. Und stelle fest, den anderen Teilnehmer geht es ähnlich oder die Ideen sind so gar nicht machbar. (Es gibt einfach Posen die gehen nicht … also zumindest so lange Frau Knochen, Muskel, Gelenke und ein Schmerzempfinden besitzt.)

Beim Profi sieht das immer so einfach aus – Gott sei dank ist einer da der die ersten Schritte anleitet.

Und ich für meinen Teil habe dann Entschieden mit ganz ganz ganz simplen Ideen und an und für sich langweiligen Ideen anzufangen. Erstaunlich wie viel doch auch mit vermeintlich einfachsten Posen und Lichtsetzungen noch zu tun ist. Und wie schnell ein Bild „Schrott“ ist weil der Fotograf oder das arme Model sich bewegt haben aus der Lichtsetzung raus. Da reichen wenige Zentimeter und plötzlich sind da Schatten oder Lichter. Huch wo kommen die den her? Vorhin waren die aber noch nicht da! Ganz bestimmt!

Etwa 6-8 Stunden später – davon mindestens die Hälfte mit dem extrem geduldigen Model haben alle (vermute ich mal), aber insbesondere ich einiges gelernt – im Allgemeinen Demut und noch mehr Respekt vor dem Model und für mich im besonderen:

Nie wieder ohne Plan oder Spickzettel! Plane das verdammte Bild vorher! Im Minimum Bilder auf dem Handy wie es ungefähr aussehen soll! Es geht nicht mal eben so neben bei einfach so – außer vielleicht man mach das jeden Tag für irgendein Hochglanzmagazin … und auch dann haben die so etwas wie einen Plan von dem was sie tun… ganz ganz bestimmt!

Und noch eine Erkenntnis hat sich erneut bestätigt – wenn man im“Flow“ ist merkt man weder Zeit noch Hunger 😉

Ob die ersten Bilder etwas geworden sind?
Naja … ja und nein.

Jetzt weiß ich es besser und für das erste bewußt angegangene Aktshooting war es kein Totalausfall. Übung und Fehler bringen einem weiter.

Es wird nicht mein letztes sein … jetzt bin ich erst recht angefixt
… ach ja und dann gibt es noch diese ganz tollen Boudoir-Fotos.
Kann ja nicht so schwer sein oder?

Aber das könnt ihr selbst beurteilen 😉

Euer Marcel

PS.: Hier gilt ein ganz besonderer Dank dem Model …
ich weiß nicht wie man ständig so unfähige Amateure ertragen kann 🙂

Oh Becky ! (Kamilla Bender / https://www.instagram.com/kamilla_bender)
♥Glam Model/ Visa / Versatile artist
●Contact: ohbecky.b@gmail.com

Nun aber endlich zu den Bilder bzw. einer kleinen Auswahl.
Ich muss Euch ja nicht mit allem belasten – am Ende muss ich sonst noch irgendwelche Therapien bezahlen oder so etwas.
Es reicht wenn ich sehe was alles nicht passt 🙂

Ein kleines Nachwort:

Und bevor hier einer mir mit Bildbearbeitung kommt, von wegen da müsste noch oder hier könnte noch und warum hast du nicht noch … das Ziel war den Weg zu lernen und dafür brauchst es Posen, Lichtsetzung, Räumliches-Training und dann ist OOC mit etwas Beschnitt ausreichend – wie soll ich sonst die Fehler erkennen lernen … Es geht nicht um Portfolio, Eigenwerbung oder den Beweis das ich Retusche kann 😉

3 Kommentare zu „Aktfotografie …

  1. Hallo Marcel, ich bin im Netz auf deine großartige Serie von Aktfotos mit Kamilla gestoßen. Die Fotos begeistern mich allein schon dadurch, dass Becky für unsere Firma modellt. Besonders interessant sind allerdings deine Ausführungen zu deinem ersten Gehversuch in diesem Genre der Fotografie. Du schreibst frank und frei, welche Gedanken und Gefühle bei diesem Shooting begleitet haben. Nicht jeder Fotograf ist so offen. Perfekt. Ich kann dir nur wünschen, bei weiteren Shootings das Gelernte entsprechend umzusetzen. Vielleicht triffst du ja wieder einaml auf Becky/Kami.
    Ich selber habe ihre Vorzüge beim Shooting von Dessous kennenlernen dürfen. Bei Interesse können wir uns ja darüber vertiefend austauschen. Beste Grüße
    Ralph

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  2. Hallo nochmals, dein Beitrag ist nun fast schon ein Jahr alt. Wird es da nicht Zeit, weitere Fotos aus deinem ersten Akt Shooting nachzureichen oder aus weiteren Versuchen?! Ich finde alle Fotos bewundernswert, was zum einen an deinen Fähigkeiten und zum anderen an der Qualität des Models liegt. Ich würde mich freuen. Lg Ralph

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    1. Hallo Ralph, du hast recht … es wäre Zeit und Wunsch.

      Aber wie das Leben so spielt muss mein Hobby warten bis andere Verpflichtungen geschafft sind.

      Wenn alles zumindest, wenn nicht gleich nach Plan A, dann nach Plan B oder C läuft ich ab etwa April / Mai wieder gezielt Zeit gewinne dafür.

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